Startseite
  Über...
  Archiv
  Gedichte
  Kurzgeschichten
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   28.11.16 09:16
    p89cUY zjwpaoidqpub, [u

http://myblog.de/lyrischesich

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
"Der will nur Aufmerksamkeit."

"Der will nur Aufmerksamkeit." Dieser Satz fällt sehr oft. Leider. Damit wird zumeist ein (emotional) atypisches Verhalten eines anderen Menschen kommentiert.
Ich frage mich: Was ist das denn bitte für eine Aussage? Sie ist für mich sehr bedenklich. Sie zeigt unser gänzlich verkommenes Wertesystem auf. Nur Aufmerksamkeit. Warum "nur"? Aufmerksamkeit ist etwas, das jeder Mensch braucht. Ohne die Aufmerksamkeit anderer geht jeder Mensch zugrunde - auch die, die oben genannter Meinung sind.
Jedem geht es irgendwann schlecht. Ein Mensch kann nicht dauerhaft glücklich sein. Wie denn auch? Wenn er das wäre, hätte er doch keinen Grund mehr, nach weiterem Glück zu streben - weshalb er letztlich auch keine Enttäuschung mehr erleben könnte. Die Menschen neigen allzu gerne dazu, beispielsweise traurigen Mitmenschen zu unterstellen, sie wollten die Aufmerksamkeit ihrer Umgebung auf sich ziehen, woraufhin man natürlich auch der Meinung ist, seine Überzeugung anderen mitteilen zu müssen, die selbige oftmals teilen. Letztlich wird der "Simulant" mehr oder weniger ignoriert, um ihm genau das nicht zu geben, was er angeblich erzwingen will: Aufmerksamkeit.
Es ist richtig, dass hyperemotionale Pubertierende durchaus dazu neigen, ihre psychische Situation in übersteigerter Form zum Ausdruck zu bringen und damit in ihrer geistigen Unreife unter Umständen tatsächlich nach erhöhter Aufmerksamkeit streben - aber dieses Verhalten hat man irgendwann hinter sich. Vor allem, weil es in diesem Beispiel meisten um "Liebe" geht, Traurigkeit aber nicht immer selbige als Ursprung hat.
Wir müssen alle wissen, dass wir unseren Mitmenschen - unabhängig davon, ob sie sich in irgendeiner Art und Weise von unseren Ideal- und Normvorstellungen unterscheiden - immer ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit schenken müssen. Es ist eine menschlcihe Pflicht, insbesondere Nahestehenden in Phasen der emotionalen Labilität beizustehen und ihnen zu helfen - und dazu zählt auch Aufmerksamkeit, da es ohne sie nicht möglich sein kann, ein glückliches Leben zu führen.
9.10.10 21:15
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung